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Förderungen

KMU.DIGITAL Förderung 2026: Bis zu 7.400 € für deine Digitalisierung

Hanno Fäßler ·

Du willst in deinen Online-Shop, dein Marketing oder deine digitale Infrastruktur investieren – und dabei bis zu 7.400 € Förderung vom Staat zurückbekommen? Die KMU.DIGITAL Förderung macht es möglich. Als zertifizierte KMU.DIGITAL Berater begleiten wir regelmäßig Unternehmen durch den Förderprozess. Hier erklären wir dir alles, was du wissen musst.

Was ist KMU.DIGITAL?

KMU.DIGITAL ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Österreich bei Digitalisierungsprojekten – von der strategischen Beratung bis zur Umsetzung.

Das Programm besteht aus drei Modulen:

  • Potentialanalyse (Status-Check): Analyse deiner digitalen Reife durch einen zertifizierten Berater
  • Modul Beratung (Strategieberatung): Individueller Digitalisierungsfahrplan
  • Modul Umsetzung: Finanzielle Förderung für die konkrete Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen

Wer wird gefördert?

Die Förderung richtet sich an:

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß EU-Definition) mit Sitz in Österreich
  • Alle Branchen – vom Handwerksbetrieb über den Einzelhandel bis zum Dienstleister
  • EPU (Ein-Personen-Unternehmen) sind ebenfalls förderfähig
  • Grundvoraussetzung: WKO-Mitgliedschaft und aufrechte Gewerbeberechtigung

Wie hoch ist die Förderung?

ModulFördersatzMax. Zuschuss
Potentialanalyse (Status-Check)80 % der Kosten400 €
Strategieberatung50 % der Kosten1.000 €
Umsetzungsförderung30 % der Nettokosten (bei 3.000–30.000 € Projektvolumen)6.000 €
Gesamt pro Schienebis zu 7.400 €

Das bedeutet: Bei einem Digitalisierungsprojekt mit 20.000 € Netto-Investition bekommst du 6.000 € Umsetzungsförderung (30 %). Zusammen mit Potentialanalyse (400 €) und Strategieberatung (bis zu 1.000 €) sind das bis zu 7.400 € Zuschuss pro Schiene.

Gut zu wissen: Pro Unternehmen kann jeweils ein KMU.DIGITAL und ein KMU.DIGITAL & GREEN Antrag gestellt werden – die Förderungen sind also pro Schiene möglich.

Was wird gefördert?

Die Förderung deckt ein breites Spektrum an Digitalisierungsmaßnahmen ab. Hier sind die häufigsten Projekttypen, die wir mit unseren Kunden umsetzen:

E-Commerce und Online-Shops

  • Aufbau oder Relaunch eines Online-Shops (Shopify, WooCommerce, etc.)
  • Integration von Zahlungssystemen
  • Produktdatenmanagement und Feed-Optimierung
  • Mobile Optimierung des Shops

Digital Marketing

  • Aufbau von Performance-Marketing-Kampagnen (Google Ads, Meta Ads)
  • SEO-Strategie und -Umsetzung
  • Social Media Marketing Strategie
  • E-Mail-Marketing-Automatisierung
  • Tracking-Setup (Google Analytics, Conversion API)

Website und digitale Präsenz

  • Website-Erstellung oder -Relaunch
  • Content-Management-Systeme
  • Barrierefreiheit und WCAG-Konformität

Interne Digitalisierung

  • CRM-Systeme
  • ERP-Integration
  • Digitale Buchhaltung und Rechnungsstellung
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

KMU.DIGITAL & GREEN: Nachhaltige Digitalisierung

Mit KMU.DIGITAL & GREEN gibt es einen eigenen Förderschwerpunkt, der Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbindet. Projekte, die sowohl digitale als auch ökologische Ziele verfolgen, können über diese Schiene separat gefördert werden.

Beispiele für GREEN-förderfähige Projekte:

  • Digitale Lösungen zur Reduktion des CO₂-Fußabdrucks
  • Paperless-Office-Umstellungen
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung und ESG-Tools
  • Energiemonitoring und Smart-Building-Lösungen

Der Ablauf: Schritt für Schritt zur Förderung

Schritt 1: Potentialanalyse buchen

Der erste Schritt ist eine geförderte Potentialanalyse (Status-Check) mit einem zertifizierten KMU.DIGITAL Berater. In diesem Gespräch analysieren wir gemeinsam:

  • Wo steht dein Unternehmen digital?
  • Welche Maßnahmen haben den größten Impact?
  • Welche Projekte sind förderfähig?

Das Ergebnis ist ein konkreter Maßnahmenplan, der als Grundlage für den Förderantrag dient.

Schritt 2: Strategieberatung

Auf Basis der Potentialanalyse erstellen wir gemeinsam deinen individuellen Digitalisierungsfahrplan – gefördert mit 50 % Zuschuss.

Schritt 3: Förderantrag einreichen

Der Umsetzungs-Förderantrag wird bei der aws (Austria Wirtschaftsservice) eingereicht. Der Antrag umfasst:

  • Beschreibung des Digitalisierungsprojekts
  • Kostenaufstellung
  • Zeitplan
  • Erwartete Ergebnisse

Wichtig: Der Antrag muss vor Projektbeginn eingereicht und genehmigt werden. Bereits gestartete Projekte sind nicht förderfähig.

Schritt 4: Umsetzung

Nach der Genehmigung setzt du das Projekt um – alleine oder mit einem Dienstleister. Die Umsetzung muss innerhalb des genehmigten Zeitrahmens erfolgen (in der Regel 12 Monate).

Schritt 5: Abrechnung und Auszahlung

Nach Projektabschluss reichst du die Rechnungen und einen Projektbericht ein. Die Förderung wird nach Prüfung ausgezahlt.

Typische Projekte unserer Kunden

Hier ein paar Beispiele, wie unsere Kunden die KMU.DIGITAL Förderung genutzt haben:

Beispiel 1: Shopify-Shop + Performance Marketing

Ein Wiener Feinkost-Händler wollte online verkaufen. Gefördertes Projekt: Shopify-Shop-Aufbau, Produkt-Fotografie, Google Shopping Setup, Meta Ads Kampagnen. Gesamtinvestition: 20.000 € netto, davon 6.000 € Umsetzungsförderung (30 %) plus Beratungsmodule.

Beispiel 2: Website-Relaunch + SEO-Strategie

Ein Tiroler Handwerksbetrieb brauchte eine neue Website mit lokaler SEO-Optimierung. Gefördertes Projekt: WordPress-Website, Google Business Profile Optimierung, Content-Strategie, Tracking-Setup. Gesamtinvestition: 15.000 € netto, davon 4.500 € Umsetzungsförderung (30 %) plus Beratungsmodule.

Beispiel 3: CRM + E-Mail-Marketing-Automation

Ein Salzburger B2B-Dienstleister wollte seine Kundenbeziehungen digitalisieren. Gefördertes Projekt: HubSpot CRM-Setup, automatisierte E-Mail-Flows, Lead-Scoring. Gesamtinvestition: 12.000 € netto, davon 3.600 € Umsetzungsförderung (30 %) plus Beratungsmodule.

Häufige Fehler beim Förderantrag

1. Projekt vor Genehmigung starten

Der häufigste Fehler: Du beauftragst den Dienstleister, bevor der Förderantrag genehmigt ist. Rechnungen, die vor dem Genehmigungsdatum ausgestellt werden, sind nicht förderfähig. Keine Ausnahme, kein Spielraum.

2. Unvollständige Dokumentation

Fehlende Rechnungen, unklare Projektbeschreibungen oder fehlende Nachweise verzögern die Auszahlung oder führen zur Ablehnung. Dokumentiere von Anfang an sauber.

3. Falsche Kostenzuordnung

Nicht alle Kosten sind förderfähig. Laufende Lizenzkosten (SaaS-Abos), Hardware und interne Personalkosten sind in der Regel ausgenommen. Förderfähig sind aktivierungspflichtige Neuinvestitionen zwischen 3.000 und 30.000 € netto. Prüfe die Richtlinien genau.

4. Keine Potentialanalyse machen

Die Potentialanalyse ist für die Umsetzungsförderung verpflichtend. Ohne geht es nicht. Da sie selbst gefördert wird (80 % Zuschuss), gibt es keinen Grund, sie auszulassen.

So helfen wir dir als KMU.DIGITAL Berater

Als zertifizierte KMU.DIGITAL Berater begleiten wir dich durch den gesamten Prozess:

  1. Potentialanalyse: Wir analysieren deine digitale Ausgangslage und identifizieren die wirkungsvollsten Maßnahmen
  2. Strategieberatung: Wir erstellen deinen individuellen Digitalisierungsfahrplan
  3. Förderantrag: Wir helfen dir bei der Antragstellung – richtig formuliert, vollständig dokumentiert
  4. Umsetzung: Wir setzen das Projekt um – von E-Commerce über Performance Marketing bis SEO
  5. Abrechnung: Wir unterstützen bei der Endabrechnung, damit die Förderung reibungslos ausgezahlt wird

Mehr Informationen zur Förderung findest du auf unserer Förderungen-Seite. Oder vereinbare direkt ein kostenloses Erstgespräch, um zu prüfen, ob dein Projekt förderfähig ist.


FAQ – KMU.DIGITAL Förderung

Wer kann die KMU.DIGITAL Förderung beantragen?

Alle kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Sitz in Österreich und aufrechter WKO-Mitgliedschaft. Das umfasst auch Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Neugründungen. Es gibt keine Branchenbeschränkung – vom Handwerksbetrieb über den Einzelhandel bis zum IT-Dienstleister ist jede Branche förderfähig.

Wie hoch ist die maximale Förderung bei KMU.DIGITAL?

Pro Schiene (KMU.DIGITAL oder KMU.DIGITAL & GREEN) beträgt die maximale Förderung bis zu 7.400 €: Potentialanalyse (max. 400 €, 80 % Zuschuss), Strategieberatung (max. 1.000 €, 50 % Zuschuss) und Umsetzungsförderung (max. 6.000 €, 30 % Zuschuss bei einem Projektvolumen von 3.000–30.000 € netto). Pro Unternehmen kann jeweils ein Antrag pro Schiene gestellt werden.

Wird ein Online-Shop durch KMU.DIGITAL gefördert?

Ja, der Aufbau oder Relaunch eines Online-Shops ist eines der häufigsten geförderten Projekte. Das umfasst Shop-Entwicklung, Produkt-Fotografie, Zahlungssystem-Integration, SEO-Optimierung und auch das Setup von Performance-Marketing-Kampagnen (Google Ads, Meta Ads). Die Entwicklungskosten sind förderfähig (30 % Zuschuss), laufende Werbebudgets und SaaS-Abos in der Regel nicht.

Was ist der Unterschied zwischen KMU.DIGITAL und KMU.DIGITAL & GREEN?

KMU.DIGITAL & GREEN ist eine eigene Schiene des Programms, die Projekte fördert, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden. Beispiele: Paperless-Office-Umstellungen, digitale Tools zur CO₂-Reduktion, Nachhaltigkeitsberichterstattung oder Energiemonitoring. Die Förderhöhen und -bedingungen sind gleich wie beim Standard-Programm. Beide Schienen können unabhängig voneinander beantragt werden.

Kann ich die KMU.DIGITAL Förderung mit anderen Förderungen kombinieren?

Grundsätzlich ist eine Kombination mit anderen Förderungen möglich, solange keine Doppelförderung für dieselben Kostenpositionen vorliegt. Wir empfehlen, die Kombinationsmöglichkeiten in der Potentialanalyse gemeinsam zu prüfen, da die Regeln je nach Förderprogramm variieren können.


Über den Autor: Hanno Fäßler ist zertifizierter KMU.DIGITAL Berater. Sein Team hat bereits zahlreiche österreichische KMU erfolgreich durch den Förderprozess begleitet – vom Status-Check über die Antragstellung bis zur Umsetzung und Abrechnung.

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